MPU schon ab 1,1 Promille auch bei Ersttätern

Bislang galt in der Praxis der Führerscheinstellen, dass bei einem Ersttäter ein Promillewert von 1,6 erreicht werden muss, damit nach Abschluss des Strafverfahrens und nach Ablauf der Sperrfrist die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von der Beibringung eines positiven Fahreignungsgutachtens (MPU) abhängig gemacht werden konnte. Diese Regel wird nunmehr in vielen Bundesländern nicht mehr angewandt.Für das nach dem Land Berlin liegt jetzt auch für das Land Brandenburg seit Anfang 2015 ein entsprechender Erlass für die Behörden vor, wonach diese die Anordnung einer MPU ab 1,1 Promille bei einer erstmaligen Trunkenheitsfahrt vornehmen sollen. Für die Betroffenen bedeutet dies, dass derzeit bei jeder Verurteilung wegen einer Trunkenheitsfahrt ab 1,1 Promille mit einer MPU Anordnung gerechnet werden muss, solange eine entsprechende obergerichtliche Klärung dieser Frage nicht erfolgt.

Zum Teil werden von einzelnen Fahrerlaubnisbehörden des Landes Brandenburg auch schon bei Promillewerten unterhalb von 1,1 für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis eine MPU angefordert, soweit im Strafverfahren das Gericht dem Angeklagten auf Grund der Nichteignung die FAhrerlaubnis entzogen hatte.

Wir stehen Ihnen für die Neuerteilung einer Fahrerlaubis bereits ab Anfang des Strafverfahrens anwaltlich zur Verfügung, um die notwendigen Schritte zur schnellstmöglichen Wiedererlangung der Fahrerlaubnis einzuleiten.